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Sonntag, 5. Oktober 2014

Aus der aktuellen Lektüre

"It's ok to not understand yourself"
(Es ist in Ordnung sich selbst nicht zu verstehen.)

extremely loud an incredibly close, jonathan safran foer

Dienstag, 17. Januar 2012

Frei aus der aktuellen Lektüre...

Ein gerade beendetes Buch und meine Lieblingspassage (wenn auch zum besseren Verständnis etwas abgewandelt)

Es sah beinahe so aus, als würden sie einander angreifen...
   "Ich will ihn auf die Probe stellen"
   "Ihn auf die Probe stellen? Wieso? Weshalb?"
   "Um herauszufinden ob er das Eisen in den Knochen und das Feuer im Bauch hat, um es mit mir aufzunehmen."
Sie schlug abermals auf den Boden. Eine Sekunde später stürzte sie sich auf ihn und fügte ihm mehrere blutige Kratzer bei. Er knurrte verunsichert und zog sich zurück.
   "Wenn du willst, dass sie dich respektiert, musst du sie auch angreifen"
...

Montag, 2. Januar 2012

Es ist das große Luftholen vor dem Sprung

13°C und Dauerregen. Es wird den ganzen Tag nicht richtig hell- die RäUme bleiben düster. Alle Fenster und Türen sind offen, die frische Luft verschafft einen klaren Geist.
Auf dem Balkon stehend beobachte ich die Tropfen an de Spitzen der leeren Zweige während die Katze mir um die Beine streicht. Ich fühle mich wohl mit dieser Düsternis. Sie gibt mir die Chance nicht da zu sein. Ich fliehe. Das Buch liegt neben mir, der Zugang zum Äther der Träume ist auch nicht weit.
Alles ist anders. Träume verwirren den Geist. Die Realität hat Einzug gehalten. Ich bin kein Meister im Abschied von Menschen aber ich fürchte mich auch nicht mehr davor. Die Zeit hat mir schon vor Jahren ihr wahres Gesicht gezeigt- unaufhaltsam und skrupellos. Ich vertraue auf sie. Es geht weiter und verändert sich.
Wovor ich Angst habe, ist der Verlust der Welten und Träume. Da bin ich zu Hause, dort bin ich sicher. "Es ist herrlich nur geistig zu leben" (DHÜB), vor allem wenn die Realität genügend Zwielicht spendet um durch sie hindurch sehen zu können.

Mittwoch, 17. August 2011

Invictus (Unconquered)


Out of the night that covers me,
Black as the Pit from pole to pole,


I thank whatever gods may be
For my unconquerable soul.

In the fell clutch of circumstance
I have not winced nor cried aloud.
Under the bludgeonings of chance
My head is bloody, but unbowed.

Beyond this place of wrath and tears
Looms but the Horror of the shade,
And yet the menace of the years
Finds, and shall find, me unafraid. It matters not how strait the gate,
How charged with punishments the scroll,
I am the master of my fate:
I am the captain of my soul.


William Ernest Henley

Samstag, 9. Juli 2011

Sommerurlaub

Das Thermometer schreibt bei einer leichten Brise 27°C, der Himmel ist blau- weiß- gescheckt als hätte jemand der Milka- Kuh die roten Pigmente geklaut, es riecht nach frischem Gras und die Luft ist schwühl... erste Vorboten eines Gewitters?
Sommerurlaub ist es in jeder Hinsicht. Die Reste vom Studentenleben lagern zwischen Wassermelone und Wodka mitten im Kühlschrank und warten auf heute abend.. Die andere Seite, für die einen Gegenwart, für andere mögliche Zukunft, das bedeutet: 
  • am Vormittag auf den Treppen der Reihenhaushälften sitzen, 
  • gemeinsam mit Nachbarn und Nachbarskindern Rasen mähen, 
  • Werbeprospekte durchforsten (bei AldiSüd sind nächste Woche Wasserpistolen im Angebot!), 
  • Kaffee trinken, 
  • nach den Kindern rufen, die sich frei auf dem Gelände der zwei Reiheneckhäuser mit Winzgarten bewegen dürfen. So muss sich Freiheit anfühlen.
  • Gespräche über Haarschnitte, Ausland, Arbeit, Fitness und vor allem Kindererziehung
  • die Kinder suchen
  • Ameisen bekämpfen
  • Trampolin springen
  • über verschiedene Arten von Sternen mit dem großen Kind diskutieren
  • und in der Sonne sitzen.
Zwischen all der Unsicherheit und nicht-Versicherhertheit endlich auch etwas von der gewünschten Freiheit und Ruhe. Die Erkenntnis dämmert, dass auch Dorfleben nicht sooo schlecht sein muss, vor allem nachdem die Pest einen gekriegt hat und man für neues Leben verantwortlich ist.
Eine Crowd, alle wichtigen Menschen- ein Dorf... die Welt würde implodieren aber in meiner Vorstellung wären wir glücklich! Nur eher friert die Hölle zu, als das das schaffbar und sinnvoll wäre...

But for now: all IS well :)

Freitag, 20. Mai 2011

The Tyger (by William Blake 1794)

Tyger! Tyger! burning bright
In the forests of the night,
What immortal hand or eye
Could frame thy fearful symmetry?

In what distant deeps or skies
Burnt the fire of thine eyes?
On what wings dare he aspire?
What the hand dare sieze the fire?

And what shoulder, & what art.
Could twist the sinews of thy heart?
And when thy heart began to beat,
What dread hand? & what dread feet?

What the hammer? what the chain?
In what furnace was thy brain?
What the anvil? what dread grasp
Dare its deadly terrors clasp?

When the stars threw down their spears,
And watered heaven with their tears,
Did he smile his work to see?
Did he who made the Lamb make thee?

Tyger! Tyger! burning bright
In the forests of the night,
What immortal hand or eye
Dare frame thy fearful symmetry?

Mittwoch, 10. November 2010

Rechts ist der Kopf vom Fisch und genau da liegt das Problem

Zu studieren stellt sich von Zeit zu Zeit ganz schön kompliziert dar. Die letzten beiden Wochen waren erfüllt von meiner eigenen, ab und an leicht übersteuerten Stimme, die mir wissenschaftliche Inhalte einträufeln sollte. Ob sich der ganze Zinober gelohnt hat, kommt wohl erst in ein paar Wochen raus, währenddessen gehts weiter.
Ganz nebenbei ist etwas interessantes zu beobachten. Es ist ein bisschen wie der Schritt in die Sekundarstufe II wenn man in das Hauptstuium eintritt, nur weniger durchstrukturiert. Unterdess werden Stimmen unter den Studenten laut, denen meine wohlgeformten Löffel kaum glauben wollen: einige Professoren scheinen, laut diesen Stimmen, die Studenten nur beschäftigen zu wollen. Zu oft gibt es Gruppenarbeiten, deren Ergebnisse dann gemeinsam zusammengetragen und verglichen werden, oder ähnliches.
Im Grundstuium schimpfte man noch ausgelassen über die Vorlesungen- das schnöde Eintrichtern irgendwelcher Versuchsabläufe oder Theorien, jetzt wollen sie alle die geballten Informationen mittels Frontalbespaßung...
Hätte man es vielleicht umgedreht machen sollen, oder fehlt wie immer nur das Maß? Richtig ist, dass der Durst nach Wissen nicht mehr von den Professoren erfüllt wird oder werden kann...
aber um unsere Freizeit kümmern sich die Herrschaften dann doch ganz gut.

Dienstag, 27. April 2010

gelesene meditation

sei jetzt ganz still.
konzentriere dich
auf die worte
das atmen
deinen puls-
den takt deines lebens

sei jetzt ganz ruhig.
konzentriere dich
auf deine gedanken
lass sie fließen
lass sie frei fließen

höre ihnen zu
lass sie ziehen
konzentriere dich
auf deine arme
deine beine
den ganzen körper

konzentriere dich
auf dich
nimm alles an dir wahr
leben, geist und körper
schließe die augen
atme tief durch

jetzt bist du ganz!

Mittwoch, 4. Juni 2008

...and a bottle of rum!

Yo ho, yo ho, a pirate's life for me.
We pillage plunder, we rifle and loot.
Drink up me 'earties, yo ho.
We kidnap and ravage and don't give a hoot.
Drink up me 'earties, yo ho.

Yo ho, yo ho, a pirate's life for me.
We extort and pilfer, we filch and sack.
Drink up me 'earties, yo ho.
Maraud and embezzle and even highjack.
Drink up me 'earties, yo ho.

Yo ho, yo ho, a pirate's life for me.
We kindle and char and in flame and ignite.
Drink up me 'earties, yo ho.
We burn up the city, we're really a fright.
Drink up me 'earties, yo ho.

We're rascals and scoundrels,
we're villians and knaves.
Drink up me 'earties, yo ho.
We're devils and black sheep, we're really bad eggs.
Drink up me 'earties, yo ho.

We're beggars and blighters
and ne'er do-well cads,
Drink up me 'earties, yo ho.
Aye, but we're loved by our mommies and dads,
Drink up me 'earties, yo ho.

Yo ho, yo ho, a pirate's life for me.


Pirates of the Cariben- At World's End

yo ho!

Hoist the Colors

Yo, ho, haul together,
hoist the colors high.
Heave ho,thieves and beggars,
never shall we die.

The king and his men
stole the queen from her bed
and bound her in her Bones.
The seas be ours
and by the powers
where we will we'll roam.

Yo, ho, haul together,
hoist the colors high.
Heave ho, thieves and beggars,
never shall we die.


Some men have died
and some are alive
and others sail on the sea–
with the keys to the cage...
and the Devil to pay
we lay to Fiddler's Green!

The bell has been raised
from it's watery grave...
Do you hear it's sepulchral tone?
We are a call to all,
pay head the squal
land turn your sail toward home!

Yo, ho, haul together,
hoist the colors high.
Heave ho, thieves and beggars,
never shall we die.

Pirates of the Caribean 3 : At World's End - Hoist The Colours

Donnerstag, 22. Mai 2008

Das verlorene Gedächtnis

Mathildes Briefe

Mathilde ist oft einsam, denn sie lebt in einem Heim. Die vielen Menschen um sie herum, können ihr auch nicht helfen sich hier wohler zu fühlen. Mathilde weiß noch, dass sie mal ein richtiges, echtes zu Hause hatte. Es war schön da. Immer war jemand da gewesen. Alle waren immer so freundlich und hatten sich ganz normal mit Mathilde unterhalten oder sie auch einfach mal umarmt.
Hier ist das ganz anders. Die Leute, die hier Arbeiten, behandeln Mathilde immer wie ein kleines Kind. Dabei ist sie das schon lange nicht mehr. Ab und zu kommt eine nette Schwester zu ihr, manchmal sogar noch nachdem ihre Schicht schon vorbei ist. Denn während dessen, ist nie genug Zeit um sich einmal von Mensch zu Mensch zu begegnen. Nicht alle Schwestern sind nett, aber viele geben sich Mühe. Doch die Schwestern kümmern sich nicht nur um Mathilde, es wohnen noch viele andere in dem Heim. Deswegen haben die Schwestern für keinen von ihnen wirklich Zeit. Einfach um mal ein bisschen zu reden, sich zu unterhalten.
Wenn ein Tag einmal besonders traurig und vor allem einsam für Mathilde war, stellt sie sich immer vor, was die anderen Wohl über sie denken. Sie kommt immer wieder auf das eine: „Die denken bestimmt ich bin dumm.“ Und dann ist sie noch trauriger.
Mathilde weiß, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Sie versteht es nicht ganz, aber sie weiß, dass etwas in ihrem Kopf nicht so funktioniert wie es soll…. Doch sie ist nicht dumm! Sie kann sich noch ganz genau an all‘ die schönen Lieder erinnern, die sie damals in der Schule gelernt haben. Mathilde singt auch jetzt noch sehr gern. Doch die Schwestern sagen ihr oft, sie soll nicht singen, weil sie dann die anderen stört. Manche sagen dann aber auch nur: „Kommen Sie Frau Heidenreich, wir gehen nach draußen, in den Garten. Da können Sie mit den Vögeln singen.“ Dann ist Mathilde sehr glücklich.
Mathilde schreibt Briefe…, Briefe an niemanden. Sie weiß nicht, an wen genau sie schreibt, doch sie ist sich sicher, dass derjenige, der es lesen soll, es bestimmt auch lesen wird. Mathilde war immer ein sehr ordentlicher Mensch. Auf jeden Brief schreibt sie fein säuberlich ihren Namen, das Datum und den Ort.
In ihren Briefen erzählt sie anfangs noch von früher. Von der Zeit als sie ihren Mann kennenlernte, wie sie ihre Töchter großzog und von all‘ den schönen Erinnerungen. Manchmal steht in ihren Briefen auch, wie ihr Mann vor fünfzehn Jahren starb. Wie sie daraufhin sehr lange, sehr traurig war. Wie traurig sie jetzt noch ist, über den Tod ihres Mannes und dass ihre Töchter sie nur ganz selten besuchen kommen. Wenn sie solche Briefe schreibt ist Mathilde immer sehr traurig.

Mathilde ist krank geworden. Sie kann nicht mehr aus dem Bett. Jetzt machen die Schwestern alles für sie. Doch Mathilde ist traurig, sie kann nicht mehr in den Garten. Sie schreibt jetzt öfter Briefe. Manchmal weiß sie nicht welcher Tag gerade ist, oder wie spät es ist. Das lässt sie dann einfach weg.
In ihren Briefen bittet sie oft um Hilfe. Durch das viele Liegen tut ihr der Rücken immer so weh. Sie glaubt auch, dass sie ihre Fotos verloren hat. Die Fotos von früher, mit den vielen netten Menschen drauf. Sie weiß, dass sie sie irgendwo hatte. Doch sie sind verloren gegangen. Das macht Mathilde traurig, denn ohne sie ist sie einsam.
Mathilde ist nun schon lange krank. Der böse Mann mit der Brille und den weißen Sachen hat befohlen, dass sie im Bett bleiben muss. Mathilde mag diesen Mann überhaupt nicht. Er gibt ihr immer seltsame Sachen zu essen und sticht sie immer mit einer Nadel.
Mathilde hat jetzt nur noch ihre Briefe. Doch sie kann auch nicht mehr viel schreiben. Ihre Hände tun ihr immer so weh. Das macht Mathilde sehr traurig. Sie hat keinen Appetit mehr. Das Essen macht ihr schon lange keine Freude mehr.
Mathildes Briefe sind jetzt nicht mehr so Ordentlich. Sie hat etwas verloren. „Bitte helfen Sie mir, ich habe mein Gedächtnis verloren!“ Auf den Briefen sind jetzt immer ganz viele Fragezeichen- sonst nichts!. Sie hat alles vergessen- ihren Mann, ihre Töchter, alles...
Sie kann jetzt nicht mehr schreiben. Ihre Hände sind steif, sie kann keinen Stift mehr halten. Sie weint jetzt oft. Doch ihre Tränen sieht niemand. Sie ist allein. Sie weiß nicht wo. Sie weiß nicht warum. Sie ist allein.

Erklärung:
Mathilde ist eine hochaltrige Bewohnerin eines Pflegeheimes für Demenzkranke. Am Anfang hat sie nur eine leichte Demenz, die langsam fortschreitet. Doch als sie krank wird und ihr jegliche Motivation fehlt, wird es immer schlimmer. Am Ende hat Mathilde ihren Mann, ihre Kinder, ja sogar den eigenen Namen vergessen. Sie ist bettlegerisch und ein rund-um Pflegefall.
Ich habe nur durch die engagierte Mitarbeit einer jungen Sozialpädagogin einen derartigen Brief einer an Demenz erkrankten Bewohnerin eines Pflegeheimes in die Hände bekommen. Dieser Brief, mit seinem direkten Hilferufen „Bitte helfen Sie mir!!!“ hat mich tief bewegt, so sehr, dass mir die Hände zitterten als ich ihn in der Hand hielt.

Montag, 28. Januar 2008

Könnt Ihr singen Herr Hobbit?

Komm!, sing mir ein Lied!

Daheim verblaßt, die Welt rückt nah'
in vielen Farben liegt sie da
und lockt durch Schatten, durch Trug und Nacht
bis endlich Stern um Stern erwacht

Wolke, Zwielicht, grauer Nebeldunst
ohne Gunst, ohne Gunst!

"Peregrins Trauerlied", Der Herr der Ringe- Die Rückkehr des Königs, Peter Jackson