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Donnerstag, 18. September 2014

Head against the machine

Could it be that the head is truthfully the bad?
I’m not speaking of ears and eyes and mouth-
they might be of some use.
What I mean is the brain-
collecting all those memories, impressions and pictures,
but that’s still fine.

The heart, they say, is pure-
but what does it really do?
Are those feelings meant to be pure?
Don’t they just cause pain?
How are the chances that what you feel, someone else does too?
I  mean- those ears and eyes and mouth,
Do they taste and see and hear as others do?
Isn’t it the brain, who gives meaning to them all?

It’s great to be able to realise that you’re alive.
The puppet can walk! The robot can talk!
But what else is there?
The body? the limbs?
'The Matrix man', that's what I hear them scream.
The voices in my head don’t rest- or is it my brain?

Is what they told me part of my brain?
Al those falsey misconceptions.
 My heart screams to shake them off and to be free.
Or is it my brain?
It’s all an act, you see!

My fingers try to reach for the me under my skin
But all that’s left from this are scars
That’s not a way to feel
Stupid brain!

Give me life
Give me joy
Give me pain like this
For that I see that I’m alive
I want to taste it, feel it, see it with my brain.
Get clear of myself and start being one
one with my eyes
one with my ears
one with my limbs
for they are not my limbs
THIS IS ME!

Samstag, 5. Januar 2013

Ich ziehe die Tür hinter nir zu und trete ins Freie... (erweitertes Fragment von 2011)

Wenn ich jetzt gehe, wird nichts mehr so sein, wie es mal war.
Ich lasse kein Leben zurück, ich nehme alles mit.
Die Frage ist, in welcher Form ich gehe.
Kann ich so gehen?


Können und Wollen sind Zwillinge
Gehen und Kommen auch.
Da- sein ist Existenz
Wahrnehmen nicht weniger

Veränderung heißt Lernen
Rückkehr gibt es nicht
Herzzschlag unt Atmen sind Zeit
Zeit ist unaufhaltbar

Dienstag, 3. Juli 2012

Decisions, descisions...

"Jede festlegende Entscheidung ist der Tod hunderter von Möglichkeiten"

So oder so ähnlich kam es letzten in einem Gespräch auf. Es ging eigentlich um die Tatsache, dass ein Vertrag uns die Möglichkeit nimmt, da zu wohnen, wo wir uns es einmal erträumt haben. In meinem Fall bedeutet das die Welt, in dem Fall meines Gesprächspartners ging es um Nähe zur Heimat, denn der Vertrag kann die Welt bedeuten.
Im Moment donnert eben jenes Zitat auch durch meine kleine, private Welt. Ich habe schon öfter Zeit allein zugebracht, Zeit allein war sogar gewünscht in der Zeit, in der ich wieder in der elterlichen Wohnung ziwschenlandete. 
In drei Monaten gewöhnt man sich an so einiges. Trotzdem steht der Mietvertrag für die erste eigene Wohnung. Die Wohnung nimmt Form und Farbe an, nur irgendwie ist sie auch verdammt leer. Und was ist jetzt eigentlich in der kleinen großen Stadt? Die Freunde haben grad mit ihren eigenen Leben zu kämpfen, da ist schon ein skype- Gespräch eine Sensation.
Zwischen dem Auspacken der Kartons mal wieder eine Zwischenlandung bei den Elts. Die letzten Wochen auf Arbeit war Stress pur- es folgt einschlafen auf der Couch. Aufwachen mit der Katze auf den Füßen. Weiterpacken. Auto beladen. Vorwurfsvolle Blicke der Katzen mit dem Blick auf die Tasche.

" Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht erschlaffen"

Hier ist es sicher, hier ist es ruhig. Hier weiß ich, dass mir nichts passiert- aber ist das nicht langweilig, wenn einem so gar nichts passiert? Aber was wenn kein Leben in die Wohnunng kommt? Wenn sie leer bleibt? Wenn es immer weiter so wehtut? Wenn dir Kraft nicht reicht sie zu füllen. Wäre eine WG für den Anfang vielleicht doch besser gewesen? Hätte ich länger warten sollen?

"Du kannst jederzeit wieder hierher zurückkommen!" Ich weiß und auch wenn es hübsch und sicher ist, so muss ich jetzt erstmal den Schnitt machen, der normal ist, den ich schon vorher tat, der gesund ist. Tausende taten ihn vor mir, kann doch also gar nicht so schwer sein. Und zurückkommen kann ich ja wirklich mal für einen Tag oder zwei, aber nie mehr für immer.

"Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!"

Dienstag, 17. Januar 2012

Gabriellas Lied

Aus dem Film "Wie im Himmel" (Schweden 2004). Ein Licht in dunklen Stunden!



Jetzt gehört mir mein Leben
Ich lebe eine kleine Weile auf Erden
Und meine Sehnsucht hat mich hierher geführt
Was mir fehlte und was ich erhielt

Es ist trotz allem der Weg
Den ich wählte
Mein Vertrauen weit hinter den Worten,
Welches mir ein kleines Stück vom Himmel,
Den ich niemals erreichte, zeigte.

Ich will spüren, dass ich lebe
Alle Zeit, die mir verbleibt
Will ich leben, wie ich will
Ich will spüren, dass ich lebe
Wissen, dass es gut genug war

Ich habe niemals vergessen, wer ich war,
ich habe es nur ruhen lassen,
vielleicht hatte ich auch keine Wahl
Nur den Willen da zu sein.

Ich will glücklich leben,
denn ich bin ich
Stark um frei zu sein,
sehen wie die Nacht in den Tag übergeht
Ich bin hier und mein Leben gehört nur mir
Und den Himmel an den ich glaubte, gibt es
Ich werde ihn irgendwo finden.

Ich will spüren, dass ich mein Leben gelebt habe.

Donnerstag, 10. November 2011

Nachts allein (Would you please let me sleep)


Es sind diese Stunden mitten in der Nacht, in denen ich mich für immer einrolle, wach liege, stundenlang. Die Wände kommen näher. Seltsame Geräusche durchziehen die Nacht. Unsichtbare Heerscharen stehen im Raum und starren mich an, regungslos, leblos. 
Die Wand in meinem Rücken kann mit keine Sicherheit mehr geben. Der Vollmond erhellt die andere Seite der Nacht- hier ist es dunkel.
Schlafe ich einmal, sind meine Träume wirr, diffus und grausam. Sie lassen mich mit leeren Lungen aufwachen, nach Luft ringen und nicht wieder einschlafen. "Die Nacht verändert viele Gedanken"- nur wo ist ihre Magie geblieben?

Freitag, 21. Oktober 2011

sans titre


Ich bin außerhalb der Zeit
Ich bin im Strom
Und draußen
Das Leben ist hinter mir
Vor mir
Neben mir


Ich lebe
Jetzt
Später
Heute

Ich spiele Theater
Vor dir
Mit dir
Mit mir

Siehst du, was ich sehe?
Leben
Atmen
Bilder
Welten

Ich will aus drei Metern Höhe ins kalte Wasser springen!
der Puls gibt die Zeit
ist der Rythmus
zudem ich tanze

ich sehe mir zu
ich sehe dir zu
eins und eins
sieben
dreizehn
der himmel ist die grenze

einatmen
ausatmen
den Sauerstoff spüren
in jeder Bronchie
in jeder Mitochondrie

innen ist außen
außen ist innen
ich bin dazwischen

kannst du mich sehen?

Freitag, 16. September 2011

The world got in my way..

Ich habe heute einen Vogel gefangen- 
sein Flügel war gebrochen. 

Als ich ihn mir näher besah musste ich feststellen, dass der Bruch sehr kompliziert war, 
irgendetwas hatte nicht nur seinen Flügel förmlich zerschmettert, 
sondern offenbar auch noch mindestens ein Bein- 
die Chance auf Heilung geht gen minus unendlich. 
Der Tierarzt hat erst in drei Tagen wieder Sprechstunde.


Ich bin selbst nicht in der Lage
dem armen Ding sein Ende zu erleichtern,
was wenn er doch geheilt werden kann?

Ich gebe ihm Wasser und Futter-
er frisst,
er will noch nicht gehen…

Als ich ihn vorsichtig ein weiches Lager setzen will
schließt er die Augen
und schmiegt sich  kurz an mich,
vor meinem geistigen Auge sehe ich eine einzelne Träne aus seinem Auge perlen.

Ich sehe nach dem Vogel,
er sieht nach mir.
Als ich ihm wieder Wasser geben will hackt er wie wild auf mich ein.
Das Wasser bleibt in seiner Nähe stehen.
Ich verbinde meine Hand.

Als ich noch einmal zurücksehe erkenne ich den Vogel wieder:
er hat mich früher auf dem Weg zur Schule begleitet
jetzt schaue ich ihm beim Sterben zu-
unfähig etwas zu tun.
Who needs a heart, when a heart can be broken?

Sonntag, 10. April 2011

Je veux (ZAZ)

Donnez moi une suite au Ritz, je n'en veux pas !

Des bijoux de chez CHANEL, je n'en veux pas !
Donnez moi une limousine, j'en ferais quoi ? papalapapapala
Offrez moi du personnel, j'en ferais quoi ?
Un manoir a Neufchatel, ce n'est pas pour moi.
Offrez moi la Tour Eiffel, j'en ferais quoi ? papalapapapala

Refrain:
Je Veux d'l'amour, d'la joie, de la bonne humeur, ce n'est pas votre argent qui f'ra mon bonheur, moi j'veux crever la main sur le coeur papalapapapala allons ensemble, découvrir ma liberté, oubliez donc tous vos clichés, bienvenue dans ma réalité.

J'en ai marre de vos bonnes manières, c'est trop pour moi !
Moi je mange avec les mains et j'suis comme ça !
J'parle fort et je suis franche, excusez moi !
Finie l'hypocrisie moi j'me casse de là !
J'en ai marre des langues de bois !
Regardez moi, toute manière j'vous en veux pas et j'suis comme çaaaaaaa (j'suis comme çaaa) papalapapapala

Refain x3:
Je Veux d'l'amour, d'la joie, de la bonne humeur, ce n'est pas votre argent qui f'ra mon bonheur, moi j'veux crever la main sur le coeur papalapapapala Allons ensemble découvrir ma liberté, oubliez donc tous vos clichés, bienvenue dans ma réalité !

Mittwoch, 16. März 2011

Make an educated guess

Dämmerung

Ich halte meine Augen halb geschlossen,
Graumütig ist mein Herz und wolkenreich.
Ich suche eine Hand, der meinen gleich...
Mich hat das Leben, ich hab es verstoßen
Und lebe angstvoll nun im Übergroßen
Im irdischen Leibe schon im Himmelreich.
Und in der Flühe war ich blütenreich
Und über Nacht froh aufgeschossen,
Vom Zauber eines Traumes übergossen –
Nun färben meine Wangen meine Spiegel bleich.


Nun schlummert meine Seele

Der Sturm hat ihre Stämme gefällt,
O, meine Seele war ein Wald.

Hast du mich weinen gehört?
Weil deine Augen bang geöffnet stehn.
Sterne streuen Nacht
In mein vergossenes Blut.

Nun schlummert meine Seele
Zagend auf Zehen.

O, meine Seele war ein Wald;
Palmen schatteten,
An den Ästen hing die Liebe.
Tröste meine Seele im Schlummer.



Hingabe

Ich sehe mir die Bilderreihen der Wolken an,
Bis sie zerfließen und enthüllen ihre blaue Bahn.

Ich schwebe einsamlich die Welten all hinan,
Entzifferte die Sternoglyphen und die Mondeszeichen um den Mann.

Und fragte selbst mich scheu, ob oder wann
Ich einst geboren wurde und gestorben dann?

Mit einem Kleid aus Zweifel war ich angetan,
Das greises Leid geweiht für mich am Zeitrad spann.

Und jedes Bild, das ich von dieser Welt gewann,
Verlor ich doppelt, und auch das was ich ersann.




(Else Lasker- Schüler)

Samstag, 5. Februar 2011

Ode an das Vollbad

Eigentlich wollte ich ja nur meine Haare waschen, aber dann dachte ich mir: "Wann bekommst Du in nächster Zeit wohl wieder so leicht so schön heißes Wasser!?" Die Antwort gibt sich von selbst...
Der Moment als ich meinen Kopf langsam unter Wasser drücke birgt eine überraschende Empfindung. Das Wasser ist heiß. Ich spüre ganz genau die Grenze von dem Teil meines Körpers, der unter Wasser ist und dem Teil, der das nicht von sich behaupten kann. Mir wird warm, rundum warm- auch eher eine Seltenheit.
Mit der steigenden Tamperatur spüre und höre ich meinen Puls immer deutlicher- das lebendige in mir, das unweigerlich existierende Leben, welches ungefragt und unaufhaltsam in mir pulsiert. Mein ganz eigener Takt zum Leben, stark und unbeirrbar.
Das Gefühl jetzt hier zu sein und nirgendwo anders zu sein bleibt.
Freude über die letzten 24 Stunden, Vorfreude auf das, was kommt und innere Beifallsorkane in Gedanken an die ersten Aprilwochen! Egal was und wie viel jetzt noch kommt: "Einatmen, ausatmen, der Rest kommt von allein!"

Sonntag, 19. September 2010

für meine crowd

Ihr lieben, guten Menschen

Engel seid ihr
in meinem herzen
den knoten entwirren könnt ihr nicht
aber ihr seht ihn,
wisst um ihn,
ertragt die Wirren
...

Habt Dank, ihr guten Seelen
haltet meine Seele ganz
wenn alle an ihr reißen
beschützt mich vor mir selbst
keine leichte aufgabe

ich wollte immer ein stern sein
wegweiser und licht für die lieben
die wahrheit ist anders
ihr seid meine sterne
punkt

Montag, 24. Mai 2010

weiter!

In den bergen im süden gibt es eine kleine quelle. Das wasser sprudelt nur so aus ihr heraus. Es ist klar, kühl und gesund. Und voller energie! Das wasser sucht sich schnell einen weg ins tal. Stetig bergab fließt es voller eifer.
Der kleine bach hat sein ziel klar vor augen: wachsen und ins große meer münden. gemeinsam etwas großes schaffen. Der weg ist lang, doch erliegt klar vor ihm. Beständig fließt das wasser in richtung tal.
Im tal angekommen ruht sich der bach etwas aus. Wohin jetzt? Der weg war bis hier her klar. Das meer? Das kann man nur finden, nicht suchen. Und nun? Weiter!
Immer weiter und weiter fließt der bach, höhlt steine aus, sucht sich neue wege, wird größer- wird kleiner, doch fließt immer weiter. Unterwegs passiert viel. Alle sind dankbar für frisches und klares wasser. Tiere und pflanzen sind seine weggefährten. Nirgends gäbe es bessere. Doch das wasser fließt weiter
Doch der weg zum meer ist nicht klar. Das wasser lässt ihm keine zeit. Weiter!
Der traum vom meer verblasst. Andere träume erwachen. Sümpfe. Höhlen. Wasserfälle. Seen. Sonne. Zum überlegen keine zeit.
Der bach ist in der mitte hohl. Er hat sein ziel aus den augen verloren. Er fließt dahin wie er es schon immer getan hat. Doch sein wasser ist trüb und grau. Seine träume schwimmen in kleinen papierboten mit ihm dahin. Immer da, nur er sieht sie nicht.

way up high

Ich bin ein luftballon. Ich bin bunt und leicht. Leichter als luft. Ich steige unaufhörlich nach oben. Der himmel ist blau, die sonne scheint. Hier bin ich über allem. Der boden ist schon lange nicht mehr zu sehen.
Es ist schön hier oben. Ich sehe alles. Nichts berührt mich. Die welt hier ist beständig und klar. Ich bin frei, frei von allem. Die welt ist weit weg, genau wie ich. Niemand kann mich mehr erreichen. Nichts berührt mich.
Wäre ich am boden geblieben, ich wäre kein luftballon. Ich wäre klein und schwarz und schwer. Ich wäre mittendrin. Alles würde mich berühren. Alles, was passierte, passierte auch mit mir.
Die gefühle bleiben die gleichen. Schmerz. Freude. Trauer. Wut. Angst. Einsamkeit. Das geht noch ewig weiter.
Ich bin ein luftballon. Ich bin leicht zu zerstören. Nichts berührt mich. Ich bin ganz weit oben.

Donnerstag, 27. August 2009

Angst

Angst. Fließend heiße Angst!
Es sind nur Kleinigkeiten, der Name eines nahen Verwandten, der dir nicht einfallen will, die zitternden Hände. Oder auch einfach nur die Tatsache, dass Du mich ohne deine Zähne an der Tür begrüßt.
Ich kenne dich schon mein ganzes Leben und heute wird es mir zum allerersten mal richtig bewusst. Als kleines Kind konnte ich nächtelang nicht schlafen. Einfach weil ich Angst hatte, eines Tages würden alle von mir geliebten Menschen sterben müssen. Ich habe geweint… und tue es immer wieder.
Doch inzwischen ist es nicht mehr der Tod, den ich fürchte. Es ist der Weg dahin. „Die meisten von uns gehen von der Welt wie sie hier angekommen sind: schreiend und plärrend.“...
Du hast mich mit großgezogen. Hast meine Hausaufgaben überwacht, mit mir gespielt und mich fernsehen lassen. ... Es war für mich schon schwer genug zu akzeptieren, dass du alt wirst.
So jemanden wie dich habe ich doch sonst nicht.

Ich helfe doch auch gern und tue, was ich kann. Doch was ist, wenn ich mal nichts mehr machen kann? Außer vielleicht zusehen? Wenn du niemanden mehr erkennst? Werde ich genügend Zeit finden, wenn du nicht mehr alleine bleiben kannst? Werde ich genügend Kraft finden, dir dabei zuzusehen, wie deine Seele dich verlässt, noch bevor dein Körper Ruhe findet?
Ich will das alles nicht! Ich habe große Angst davor!
Es kommt trotzdem. Und auch wenn viele Menschen neben oder sogar vor und hinter mir stehen, bin ich mir nicht sicher, ob ich das schaffe. Auch nur daran zu denken, ist, als würde der Mond von einem Tag auf den anderen nicht mehr existieren.
Ach, würde das doch alles auf die alte Weise gehen. Du würdest irgendwann einfach einschlafen. Doch ich ahne, dass das Leben uns dieses Geschenk nicht machen wird. Oder ist es der Tod?
Ich muss Kraft finden, dir beizustehen, es dir leichter zu machen…
Und dann, wenn es Nacht ist, bin ich wieder das kleine, weinende Mädchen. Nachts, wenn die Angst mich übermannt…

Dienstag, 21. April 2009

Traumtanz

Flucht nach innen

Bilder funkeln in meinen Augen
Bilder von innerstem Glanz
Bringen mein Herz zum schlagen
Erinnern an längst Verlerntes

Schlag für Schlag
Mehr und mehr
Breitet es aus
Mit Augen so leer

Doch keine Tränen
Sie verharren im Nichts
Von unbändiger Kraft
In meinen Augen

Weite, unbändige Weite
Erfüllt mich
Willkommener Sturz in Bilder
Bilder die in meinen Augen funkeln

Sonntag, 9. November 2008

Zeitgeist

O lieber, ferner Geist
Der Du trotzdem bist so nah

Meine Feder vermag nicht
Solch lieblich Verse aufzuschreiben
Noch vermag mein Aug‘
Sie zwischen Seiten voller Weisheit ausfindig zu machen

Doch wisse!
Diese Worte, sie kommen aus der Seele
Wo sie kein Schatten trüben kann
In Tinte gesponnen, auf Pergament gebettet
Nur für Dich

Die Lücke, die Du ließest
Wird größer, Tag für Tag
Sie vergeht ungefragt
Doch die Zeit, welch‘ holder Engel ist Freund den Reisenden

Wer da war, wer fort ist
Seinen Pfad einst zu beschreiten
Sie bracht‘ ihn zurück
Um den Mensch beisammen zu halten

Donnerstag, 1. Mai 2008

vertikale mindmap (KEIN! gedicht!)

Walpurgisnacht

Ein anruf, ein wort:
tot.
verlust. schmerz. zeit. leere, dauer, nichtstun, verdammte untätigkeit!
Eine reise, erwartungen, verwirrung. Vertraute gesichter, anteilnahme, wohlsein.
Drei schritte, eine ahnung, ein blick,ein schrei, eine wichtige umarmung, eine lawine von gefühlen.
Ein gelockerter knoten, pure freude, tränen
lange erwartete tränen
Worte wie gedanken
Einheitlich, aufmerksam, innig, liebevoll
Annäherung an die vollständigkeit

Eine sich öffnende tür, schritte in die stille
Trauer, klarheit
Andacht, respekt, würde

Wiedervereinigung
Jagd nach dem vergangenen
Genuss des präsens
Verbesserung
Intensität durch rarität

Zu hause!!!

Sonntag, 2. März 2008

Meine Tränen, Mein Blut, Meine Trauer, Meine Wut

Lieber kleiner Fuchs,

eigentlich wollte ich heute abend, nachdem ich meine oma nach hause gebracht hatte, die tiefe, nächtliche stille der natur genießen indem ich noch eine runde mit dem auto meiner eltern fuhr.
Dann, kurz nach großzschepa, ich fuhr schon sehr langsam, sah ich dich und deinen partner. Natürlich habe ich für euch gebremst, doch als ihr schon vorbei wart, bist du auf einmal in die andere richtung gelaufen und als ich dieses mal bremste war es zu spät...
Verzeih mir!- Es tut mir so leid!!! Warum nur, hast du es dir genau in dem moment anders überlegt als ich euch in sicherheit wähnte? warum nur? ich wollte doch nicht dass so etwas passiert! Warum bist du nicht einfach weiter hinter deinem partner her gelaufen? es war so schrecklich zu spüren wie erst der rechte voder- und dann der hinterreifen über deinen kleinen zarten körper rollten nachdem du schon mit dem kopf gegen die stoßstange geprallt warst. ich wünschte ich hätte es verhindern können! es tut mir leid!
Ich hoffe du hast nicht viel gespürt. Am liebsten hätte ich dich an ort und stelle angemessen beerdigt, doch ich weiß, dass es nicht den riten deines volkes entsprochen hätte. Es tut mir leid. Ich habe immer gehofft, dass mir so etwas nicht passieren würde! Verzeih mir bitte!!!
Ich habe geweint, lange und auch immer wieder und ich spüre noch das salz der getrockneten tränen auf meiner haut. Doch länger als die tränen wird die trauer in meinem herzen bleiben. Nichts ist unschuldiger als ein tier und was konntest du dafür, dass meinesgleichen, da wo du und dein volk normalerweise leben, eine straße gebaut haben und ich auch noch an diesem abend dort, wo du lebtest, ohne jeglichen sinn rumfahren musste. Verzeih mir_ es tut mir schrecklich leid!!!
In meinem kopf hallt das geräusch des aufpralls deines kleinen körpers auf das große stumpfe auto wieder und ich sehe dich just in dem moment als ich euch sicher glaubte die richtung wechseln und in den tod laufen. Es tut mir unsagbar leid!
Hätte ich irgendwas tun können um deinen so plötzlichen, unnatürlichen und vor allem gewaltsamen tod zu verhindern, ich schwöre, ich hätte es getan. Ich habe dich deinem partner geraubt, euch die möglichkeit genommen, nachkommen zu zeugen und vielen niedlichen kleinen fuchsbabies das jagen und alles was sonst noch so zum fuchs-sein dazugehört, beizubringen.
Es tut mir leid.
Ich wette du warst ein ganz toller fuchs und hast schon viele kleine füchslein gut auf diese für euch so böse welt vorbereitet- möge ihnen nie ein leid geshenen (nicht so wie dir)! Es tut mir leid- verzeih mir bitte!
Ich weiß nicht wie ich das je wieder gut machen kann, ich fühle mich als würde ich bei jedem meiner schritte überall blutigrot glänzende fußspuren hinterlassen und kein wasser der welt wird sie wegwaschen können.
Und wieder vergieße ich tränen, nur dir zu ehren! Denn du warst einer der helden dieser welt! Ihr habt es geschaft trotz gewaltsamen eingriffs in eure normalen lebensumstände weiterzuleben und das ganz ohne hass auf jene, die euch das alles angetan haben.
Ich möchte die zeit zurückdrehen können und mich an dem entschluß hindern, noch einmal eine kleine runde durch die nacht zu drehen. Es tut mir leid!!!

Ich werde diesen brief ausdrucken und verbrennen, damit er dich noch erreicht bevor du die reise in die nächste welt antrittst. Ich hoffe du kannst mir verzeihen- ich habe es nicht gewollt. Ich würde eine menge geben um das geschehene rückgängig zu machen, glaub mir!

Es tut mir leid! Ich hoffe du kannst frieden finden!